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Stellungnahme: Vorschlag zu den Aushandlungen

06.03.2017

Von Seiten der Studierendenschaft wurde an das Studierendenparlament ein Vorschlag zu den Aushandlungen heran getragen, um ein “Aushandlungs-Drama” zu vermeiden: Bei allen Kursen, welche zur Aushandlung stehen, sollten nicht nur die Student*innen welche nicht anwesend sind und/oder nicht “korrekt” entschuldigt und vertreten werden ausgehandelt werden, sondern auch all diejenigen welche nicht in dem Semester studieren, für welches der Kurs ausgeschrieben wurde. Wir wurden darum gebeten zu diesem Vorschlag Stellung zu beziehen. Das wollen wir hiermit tun.

 

Liebe Student*innen der KHSB,

 

am letzten Februar-Wochenende fand unsere alljährliche StuPa-Fahrt statt, auf welcher wir neben der inhaltlichen und strukturellen Konstruktion des Studierendenparlamentes im Jahr 2017 auch mehrere außerordentliche StuPa-Sitzungen abhielten. Im Rahmen dieser Sitzungen nutzten wir auch die Gelegenheit, den Vorschlag zu den Aushandlungen im Plenum zu besprechen und darüber zu diskutieren. Dabei kamen wir zu folgendem Ergebnis: Der Vorschlag, Kurse nur für die Student*innen eines Semesters freizugeben und Student*innen anderer Semester von vornherein von den Aushandlungen auszuschließen, ist aus der Sicht des Studierendenparlamentes für die jetzt anstehenden Aushandlungen aus organisatorischen Gründen nicht möglich und langfristig betrachtet insgesamt nicht umzusetzen. Wir, als Studierendenparlament, haben uns aus mehreren Gründen gegen den Vorschlag entschieden, welche wir nachfolgend kurz darstellen möchten.

 

  • Wir sind der Meinung, dass dieser Vorschlag nicht dem Grundgedanken der Aushandlungen entspricht. Die Idee der Aushandlungen ist, dass den Studierenden eine Plattform gegeben wird, sich von den Kommiliton*innen vor der Aushandlung aus einem Kurs schützen zu lassen und gemeinsam im Gespräch eine Lösung zu finden. Somit erhält jede/r Student*in die Möglichkeit während der Aushandlung Beweggründe zu nennen und Stellung zu beziehen, aus welchem Grund man nicht aus dem Kurs ausgehandelt werden möchte und/oder kann. So hat man die Möglichkeit sich zu verteidigen. Außerdem gibt es im Notfall die Möglichkeit einen Härtefall-Schutzantrag an das Studierendenparlament zu stellen, in welchem begründet wird, weshalb man für ein bestimmten Kurs geschützt werden möchte.
     
  • Darüber hinaus widerspricht der Vorschlag dem Charakter eines Studiums. Ein wichtiger Charakterzug eines Studiums ist die damit verbundene Freiheit in der Planung und Organisation des eigenen Studiums. Die Unabhängigkeit in der Gestaltung des Studiums sowie der Austausch zwischen den verschiedenen Semestern wäre durch die Umsetzung des Vorschlags eingeschränkt und ein wichtiges und attraktives Merkmal des Studiums ginge verloren. Außerdem sollte die Möglichkeit, weitestgehend ein Studium mit der Gestaltung orientiert an den eigenen Interessen zu durchlaufen weiter gegeben sein.
     
  • Als Vertretung der gesamten Studierendenschaft finden wir es nicht solidarisch, Student*innen bzw. Kommiliton*innen nur auf der Grundlage einer anderen Semesterzugehörigkeit von Veranstaltungen von vornherein auszuschließen.
     

Wir möchten an dieser Stelle anmerken, dass wir dankbar für jeden Vorschlag, jede Anregung und Idee sind mit der ihr auf uns zukommt und freuen uns, dass ihr dadurch unsere Arbeit aktiv mitgestaltet. Jedoch müssen wir in eigener Sache zu diesem Thema auch hinzufügen, dass in den vergangenen 2 Jahren in verschiedenen Formen von Seiten des Studierendenparlamentes der Versuch unternommen wurde, mit der Studierendenschaft zum Thema Schutzanträge und Aushandlungen ins Gespräch zu kommen. So wurde auf Vollversammlungen und zwischenzeitlich auch in einer Arbeitsgemeinschaft versucht neue Ideen und Anregungen aufzugreifen. Jedoch war die Beteiligung dort eher gering bis fast nicht vorhanden. Das ist sehr schade, denn auch die Diskussion zu dem jetzigen Vorschlag hätte in die Gespräche dieser Beteiligungsmöglichkeiten Einfluss finden können.

 

Wir danken euch für euer Verständnis.

 

Das Studierendenparlament der Kath. Hochschule für Sozialwesen in Berlin

 

Euer StuPa

 

Berlin, im März 2017